nun da wir schweigen

 

 

hält sich der alltag nicht fern
versehrt uns in dämmerung

 

wachsen die schatten
der nacht wie ranken
zögert das licht im grau

nun da wir schweigen

 

 

hallt die leere in uns
die wir einst schufen
sie uns zu füllen

 

folgen krähen der kühle
biegt sich der regen im wind

nun da wir schweigen

 

 

© 2004, Inge Lütt

Lyrik — Liebe