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Stell auf den Tisch die duftenden Reseden,
was immer auch der Anlass sei.
Die letzten roten Astern trag herbei,
mach diesen Raum zu einem neuen Eden.
Und lass uns wieder von der Liebe reden,
es braucht nicht einen Vorwand, oder jeden,
Wie einst im Mai.
Gib mir die Hand, dass ich sie heimlich drücke
und denke du und ich und wir dabei.
Und wenn man's sieht, mir ist es einerlei,
vielleicht, dass es auch andere entzücke.
Gib mir nur einen deiner süßen Blicke,
dass uns das Einssein wieder glücke,
Wie einst im Mai.
Es blüht und funkelt heut auf jedem Grabe,
so manches helle Licht steht auch dabei.
Ein Tag im Jahr ist ja den Toten frei,
dass jeder sich an dieser Wärme labe.
Komm an mein Herz, daß ich dich wieder habe,
sei wieder du mir wie einst ich dir Gabe,
Wie einst im Mai.
Hommage an Hermann von Gilm
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