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Wir sind um einander herumgeschlichen wie zwei Hunde, die wissen, dass es bald soweit sein wird.
Krampfhaft bemüht, uns nicht anmerken zu lassen, dass wir beide das gleiche wollten, haben wir uns belauert, sind uns immer näher gekommen, bis die erste Berührung unausweichlich wurde.
Und wir redeten uns ein, dass sie zufällig war, nicht gewollt, einfach so.
Doch schon bald konnten wir unsere Hände nicht mehr von einander lassen.
Unsere Münder fanden sich, die Lippen passten zu einander, die Zungen waren vertraute Schwestern, im gemeinsamen Spiel so geübt, dass es keine Unsicherheiten im Hin und Her mehr gab.
Ohne langes Planen sind wir gemeinsam ein paar Tage weggefahren. Eine Unterkunft fand sich rasch.
Sie war zwar nicht ideal, aber akzeptabel nach einer langen Fahrt, in der jeder Kilometer die Erwartung in unseren Herzen und Leibern gesteigert hatte.
Nun ist es soweit. Wir sind allein. Eben fiel die Tür hinter uns zu.
Das neutrale Gelände eines anonymen Hotelzimmers. Im Niemandsland zwischen den Betten können wir nicht mehr an uns vorbei.
Wollen es nicht. Nicht mehr.
Du kommst auf mich zu. Jeder Schritt, den ich machen könnte, um dir auszuweichen, brächte mich einem der beiden Betten näher.
Zu mir oder zu dir? Ich kann mich nicht entscheiden. Du kommst näher. Du bist da.
In mir schreit es nach der Distanz, die ich brauche, um entspannt in deinen Armen liegen zu können.
Ich bin erstarrt. Du bist da. Du bist zu nahe. Du nimmst mir den Raum, die Luft, das Licht.
Ich kann nicht hier sein. Ich kann nicht sein. Ich kann nicht. Nein. Nicht. Du bist da. Ich bin allein.
Ich bin bei dir. Du bist da. Du bist zu nahe. So nicht. So will ich das nicht. Ich kann nicht. Nicht.
Du bist zu nahe. Nein. Und endlich hast du mich im Arm, gibst mir einen Raum, in dem ich sein kann, in dem ich atmen kann, in dem ich sehe.
Ich verstehe. Endlich.
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