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Wie konnte das nur geschehen? Wer hat den Vertrag aufgesetzt, wer hat sich um die Rückgabebedingungen gekümmert, wer hat für die noch nicht rechtsfähigen Kindlein unterzeichnet? Und überhaupt: Unsere? Wessen Kinder denn? Ich habe keine. Ich werde keine haben. Habe ich deshalb auch hier nichts zu suchen? Oder warum fühle ich mich, als sei das nicht meine Welt?
Es reicht ja mittlerweile nicht mehr, Kinder freundlich anzulächeln und ihnen eventuell mit der Erlaubnis der Erziehungsberechtigten ein Zuckerle zu reichen. Jetzt muss ich auch noch Scherze und Allotria mit ihnen treiben. Und wehe, ich wage anzudeuten, dass nach viereinhalb Stunden Bahnfahrt es nun langsam reiche mit dem wahlweise sabbernden oder herumtollenden Nachwuchs, der mir beständig gegen die Lehne dengelt.
Nein, ich bin nicht kinderlieb. Nein, ich finde das weder witzig, noch unumgänglich, dass sie mich nerven dürfen, die lieben Kleinen. Wenn die schreien dürfen, sobald ihnen etwas nicht in die niedliche Zipfelmütze passt, wieso darf ich nicht? Weil ich noch lauter kann? Weil ich es besser wissen müsste? Weil wir diese Welt nur von unseren Kindern geliehen haben und wir nicht riskieren dürfen, dass sie nun mal nachfragen, wann wir endlich mit der nächsten Leihgebühr in Form von Gummibärchen, Animé-Stickern oder Yu-Gi-Oh!-Kärtlein rüberkommen? Alfanzereien!
Was soll das heißen, ich sei doch wohl auch mal ein Kind gewesen? Was hat das damit zu tun, dass die hier Herumwuselnden nerven, als habe RTL oder ein sonst die allgemeine Lebenskultur auch nicht weiter tangierendes Unternehmen einen Wettbewerb ausgeschrieben? Natürlich ist das kein Argument, dass was ich nicht durfte, auch niemand anderes darf. Ich benutze es ja noch nicht einmal. Aber wieso eigentlich nicht?
Als ich jung war, regierte zwar auch gerade mal ein bisschen die SPD, aber gab es weniger Arbeitslosigkeit, weniger Staatsverschuldung und niemand hielt es für männlich oder sonstwie attraktiv, auf die Straße zu rotzen oder krakeelend seinem Fussballverein die nächtlich-trunkene Reverenz zu erweisen. Ach ja, die Straßen
Es gab Parkplätze. Und erheblich weniger Hundescheiße auf den Gehwegen. Sollte da ein Zusammenhang bestehen? Ich will es nicht hoffen.
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